Selbsthilfegruppe
Menschen, die für sich erkannt haben, dass sie alkoholkrank sind, versuchen in der Regel einen geraden Weg aus der Sucht zu gehen und sich mit anderen Menschen über das neue Leben ohne Alkohol in einer Selbsthilfegruppe auszutauschen. Sie versuchen voneinander zu lernen und aus den Erfahrungen von schon länger trocken lebenden Alkoholikern zu lernen. Wer sollte einen anderen Alkoholiker auch besser verstehen können, als ein ebenfalls alkoholkranker Mensch, der sich aus seiner Alkoholabhängigkeit befreien konnte und nun ein zufriedenes Leben ohne Alkohol führt. Diese Erfahrung, wie es zu diesem nüchternen Leben gekommen ist, kann noch trinkenden Alkoholikern oder Menschen, die am Anfang der Nüchternheit stehen, einen möglichen Weg zur Nüchternheit aufzeigen. Dazu muss aber der Hilfesuchende bereit sein, sich seine Alkoholerkrankung einzugestehen und kompromisslos ein neues Leben ohne Alkohol beginnen zu wollen. Wenn diese Einsicht auf den eigenen Willen beruht und nicht von äußerem Druck durch Verwandte, Bekannte oder gar Arbeitgeber kommt, der zwar zusätzlich motivieren kann, aber nicht ausreichend ist, hat der Alkoholiker eine Chance, eine dauerhafte Nüchternheit zu erreichen. Diese Chance ist oft einmalig, weil Rückfälle in den Alkoholkonsum bei vielen Alkoholikern den Tod bedeuten oder sie sich nicht mehr motivieren können, einen neuen Anfang zur Nüchternheit zu beginnen. |